Der GWV-Neubau Vierhausstraße ersetzt unwirtschaftliches Gebäude

Der Gemeinnützige Wohnungsverein zu Bochum eG (GWV) saniert nicht nur umfangreich seinen Bestand, sondern baut auch neu, wo dies erforderlich und wirtschaftlich sinnvoll ist. Jüngstes Projekt neben dem Neubau des Verwaltungsgebäudes ist der Neubau Vierhausstraße 39.

Einfach wird das nicht, denn die Arbeiten müssen aus verschiedenen Gründen äußerst behutsam und mit zusätzlichem Aufwand durchgeführt werden.
Da das Nachbargebäude den Giebel des alten GWV-Gebäudes verwendet, wird der Abriss teils von Hand, teils mit dem Bagger vorsichtig durchgeführt. Gleichzeitig muss die Giebelwand erhalten und in den Wänden des Nachbargebäudes verankert werden.
Spannend wird auch der Abbruch des Kellers und die Herstellung der Baugrube. Im Gehweg und damit im Bereich der Baugrube liegen Stromleitungen und ebenso zwei städtische Bäume, die erhalten werden müssen.
Da die Vierhausstraße derzeit von der Stadt Bochum als Umleitungsstrecke ausgewiesen ist, können die Arbeiten nicht von der Straße aus erfolgen, stattdessen musste eine breite Baustraße an der Rückseite gebaut werden.

Die Planungen des GWV-Vorstandes um Micha Heimbucher, Christian Knibbe und Michael Meyer sehen nun vor, dass noch im Juli die Entfernung des Dachstuhls erfolgt. Danach beginnt der eigentliche Abriss, wie oben beschrieben.
Geplant ist, dass das Gebäude einschließlich des Kellers in der zweiten Augusthälfte entfernt sein soll.
Der Rohbau soll dann im Herbst beginnen.

Vor dem Abriss des Hauses aus dem Jahr 1911 hatten Vorstand und Aufsichtsrat die wirtschaftliche Lage des Gebäudes eingehend analysiert. Fazit: Das Gebäude ist wirtschaftlich nicht zu sanieren, da Dach, Fassade, Fenster, Türen, die gesamte Elektrotechnik und die Heizungsanlage hätten komplett erneuert werden müssen. Auch die Wohnungen selbst hätten umfassend modernisiert werden müssen, damit sie vom Markt akzeptiert werden.

WIR WOHNEN NICHT, UM ZU WOHNEN,
SONDERN WIR WOHNEN, UM ZU LEBEN.
- Paul Johannes Tillich -