GWV-Gabenzaun in Ehrenfeld will solidarische Hilfe bieten

„Dieser Zaun soll ein Zeichen der Solidarität sein“, so beschreibt Gaby Pypker, Mitarbeiterin in Bochums größter Wohnungsbaugenossenschaft, die Idee mit dem Gabenzaun.

Der Gemeinnützige Wohnungsverein zu Bochum (GWV) stellt vor dem Hintergrund der Corona-Krise seinen Zaun an der Königsalle 34 im Ehrenfeld als Gabenzaun zur Verfügung und sorgt zusammen mit dem Verein „Ehrenfelder Miteinander e.V.“ für die Betreuung und Sauberkeit.

„Für uns ist das jetzt ein vierwöchiges Pilotprojekt und die Idee ist, dass wir und alle, die spenden möchten, an diesen Zaun Tüten mit Lebensmitteln aufhängen, die gerade jetzt bedürftigen Menschen ein wenig helfen“, sagt Gaby Pypker und findet: „Diese Art der solidarischen Hilfe passt zu uns als Genossenschaft und zur genossenschaftlichen Idee.“

Beim GWV hat man selbst schon viele Beispiele hilfsbereiter Nachbarschaften für Angehörige der Risikogruppen erfahren „und wir sind sehr stolz darauf, wie engagiert unsere Mitglieder füreinander da sind“, freuen sich die GWV-Vorstände, Micha Heimbucher, Christian Knibbe und Michael Meyer.

Auch Barbara Jeßel, Vorsitzende der Nachbarschaftsinitiative im Ehrenfeld, und ihre Stellvertreterin Gabriele Gaul waren schnell von der Idee überzeugt. Gemeinsam mit GWV-Vertretern wollen die Ehrenamtlichen vom „Ehrenfelder Miteinander“ dafür sorgen, dass es am und um den überdachten Gabenzaun immer ordentlich und sauber aussieht.

An seinem Zaun hat der GWV Haken angebracht, so dass die Tüten nicht verknotet werden müssen, sondern einfach aufgehängt und mitgenommen werden können. Die Lebensmittel sollen in transparente Tüten gesteckt werden, damit jeder sieht was sich darin befindet. Es wird darum gebeten den Zaun nur mit Dingen zu bestücken, die im Supermarkt erhältlich sind (ausgenommen Alkohol). Kleidungsstücke und ähnliche Accessoires sollen bitte nicht gespendet werden.

Auf dem Bild von links Gabriele Gaul (Ehrenfelder Miteinander e.V.) und Gaby Pypker (GWV Gemeinnütziger Wohnungsverein zu Bochum e.G.) beim Bestücken des Gabenzaunes.

WIR WOHNEN NICHT, UM ZU WOHNEN,
SONDERN WIR WOHNEN, UM ZU LEBEN.
- Paul Johannes Tillich -