Ehrenfelder Miteinander fährt jetzt auch für GWV-Mitglieder

Kooperation ermöglicht Touren mit der Rikscha durch Bochum

Vor allem seinen älteren Mitgliedern bietet der Gemeinnützige Wohnungsverein zu Bochum eG (GWV) schon seit einiger Zeit die Teilnahme am Projekt „Radeln ohne Alter“ an. „Durch Corona konnten die Touren durch Bochum mit einer Fahrrad-Rikscha nicht durchgeführt werden, aber jetzt hat unser Kooperationspartner, der Verein Ehrenfelder Miteinander e.V., die Erlaubnis zu den Fahrten erhalten“, freuen sich die GWV-Vorstände Christian Knibbe und Micha Heimbucher. „Dabei werden selbstverständlich die entsprechenden Hygieneauflagen beachtet“, betont, Barbara Jessel, die Vorsitzende des Vereins.

„Radeln ohne Alter“ heißt das Projekt des Ehrenfelder Miteinander. Bislang waren die Fahrten mit einer Elektro-Rikscha ein geschlossenes Angebot für Seniorenheime und das Hospiz in Bochum. Doch durch die Kooperation mit dem GWV wird das Angebot für deren Mitglieder geöffnet. Die Wohnungsgenossenschaft will damit vor allem ihre älteren Mitglieder ansprechen, aber auch jene Damen und Herren, die aus gesundheitlichen Gründen in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Außerdem möchte man die Generationen durch Freizeitaktivitäten wieder näher zusammenbringen: So kann das Angebot auch von Familien in Anspruch genommen werden, die z.B. ihre Großeltern mit auf eine Radtour nehmen möchten. In diesem Fall würde der Verein den jeweiligen Senior in der Rikscha während der Radtour kutschieren.

“Radeln ohne Alter wird weltweit mittlerweile an 1.200 Standorten angeboten”, erklärt Gabriele Gaul, stellvertretende Vorsitzende des Ehrenfelder Miteinander e.V.

Dem Ehrenfelder Verein ist die aus Dänemark stammende Idee dahinter wichtig, wo vor acht Jahren die ersten Rikscha-Touren begannen: „Es geht um weit mehr als „nur“ eine Fahrt von A nach B. Es geht um das soziale Miteinander. Die Pilotinnen und Piloten sollen mit ihren Passagieren ins Gespräch kommen und die älteren Herrschaften auch mal wieder in Gegenden fahren, die sie vielleicht schon lange nicht mehr gesehen haben“, beschreiben Barbara Jessel und Gabriele Gaul den Ablauf.

Koordiniert wird das Projekt in Bochum durch den Verein Ehrenfelder Miteinander e.V.

Seitens GWV ist man begeistert von dem Projekt: „Ein sehr spannendes Thema und ein toller Mobilitäts-Service. Da haben wir sofort an unsere Mitglieder gedacht und eine Kooperation angeregt“, berichten die GWV-Vorstände. “Denn hier geht es um die Teilhabe älterer Menschen!”

Die Rikscha stammt von einem dänischen Hersteller und besticht durch die praktische Bauweise: Die Sitzfläche bietet Platz für zwei Personen. Eine Hartplastikplatte, die während der Fahrt als Boden dient, kann vor dem Radel-Start herausgenommen werden, was den Einstieg erleichtert. Der Sitz lässt sich hochklappen, darunter ist Platz für eine warme Decke oder ähnliches. Bei schlechtem Wetter lässt sich ein schützendes Dach aufklappen. Das Fahrrad selbst hat einen Elektromotor. Das erlaubt auch Piloten und Pilotinnen, wie die Fahrer genannt werden, mit weniger Kraft die Rikscha zu bewegen.

Der Verein Ehrenfelder Miteinander sucht weitere Menschen, die ehrenamtlich die Fahrten übernehmen würden. Man ist nicht auf spezielle Zeiten festgelegt, sondern kann flexibel seine Verfügbarkeiten anbieten. Wer sich dafür interessiert, meldet sich bei Gabriele Gaul per E-Mail: gabriele.gaul@ehrenfeldermiteinander.de.

Dieses Angebot steht nur GWV-Mitgliedern zur Verfügung. Interessenten melden sich unter 0234.60 93 81 75.

Bild: Endlich kann’s losgehen mit den Bochumer Rikscha-Touren. Darüber freuen sich (v.l.) die GWV-Vorstände Christian Knibbe und Micha Heimbucher sowie vom Verein Ehrenfelder Miteinander v.l. Dagmar Bartsch (Schatzmeisterin), Jens Matheuszik (Beisitzer), Gabriele Gaul (2. Vorsitzende), Barbara Jessel (Vorsitzende)

WIR WOHNEN NICHT, UM ZU WOHNEN,
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- Paul Johannes Tillich -