Barrierearme Mietwohnungen im Neubau Vierhausstraße sind fertig

Der GWV, größte Bochumer Wohnungsgenossenschaft, hat ein Mehrfamilienhaus für acht Parteien in Grumme gebaut. Die Genossenschaft ist stolz auf das energetische Konzept.

Ein frei finanziertes Neubauprojekt des Gemeinnützigen Wohnungsvereins Bochum (GWV) in Grumme ist Mitte Februar abgeschlossen worden. In der Vierhausstraße 39 ist ein Mehrfamilienhaus mit acht Wohnungen und einer Fläche von knapp 500 Quadratmetern entstanden und zum 1. März bezugsfertig. Sechs von acht Wohnungen in dem Mehrfamilienhaus sind bereits vermietet. Insofern besteht noch die Chance auf eine Anmietung (GWV, Frau Merder, Tel.: 0234-93561-15).
In dem Quartier ist der GWV mit größerem Bestand vertreten. Jetzt wurden dort weitere Wohnungen gebaut, die stufenlos über den Aufzug erreichbar sind. Da die geräumigen Bäder zudem mit ebenerdigen Duschen ausgestattet sind, ist das Gebäude auch für ältere Menschen sehr gut geeignet. Die Wohnungsgrößen betragen zwischen 49 und 72 Quadratmeter und haben zwei bis drei Zimmer. Alle Wohnungen verfügen über einen großen Balkon mit Blick ins Grüne.
Neue Wohnqualitäten
Vor dem Abriss des Hauses aus dem Jahr 1911 hatten Vorstand und Aufsichtsrat die wirtschaftliche Lage des Gebäudes eingehend analysiert. Fazit: Eine Sanierung des Gebäudes wäre nicht sinnvoll gewesen, da Dach, Fassade, Fenster, Türen, die gesamte Elektrotechnik und die Heizungsanlage hätten komplett erneuert werden müssen. Auch die Wohnungen selbst hätten umfassend modernisiert werden müssen, damit sie der heutigen Nachfrage entsprochen hätten. „Ziel des GWV war es, neue und vor allem barrierearme Wohnqualitäten in unserer Stadt zu schaffen. Die Nachfrage dafür ist da und dem wollten wir nachkommen“, wie Christian Knibbe, kaufmännischer Vorstand des GWV, berichtet.
Energetisches Konzept
Umso mehr freut sich die Genossenschaft über das energetische Konzept, welches den KfW-Standard „Energieeffizienzhaus 55“ erreicht. Dank einer modernen und zeitgemäßen Dämmung wurde die Voraussetzung für einen optimalen Wärmeschutz geschaffen. Und damit auch für ein klimafreundliches Heizungssystem. „Wir arbeiten hier mit einer Luft-Wärmepumpe, welche der Außenluft auch bei niedrigen Außentemperaturen die Wärmeenergie entzieht und diese Energie komprimiert zur Beheizung des Gebäudes einsetzt. Zudem können im Hochsommer bei Bedarf mit dieser Anlage die Wohnungen um bis zu drei Grad heruntergekühlt werden“, erklärt Micha Heimbucher, technischer Vorstand der Genossenschaft. Die Wärme-Pumpe befindet sich, wie bei dieser Heizungsform üblich, außerhalb des Gebäudes und ist etwas größer als eine herkömmliche Klimaanlage. Im Vergleich zu einer normalen Heizung funktioniert diese Heizungs-Variante komplett ohne fossile Energieträger wie Gas oder Öl. Der GWV plant dazu weitestgehend eine Nutzung von Ökostrom.
Noch eine weitere technische Maßnahme sorgt für hohen Wohnkomfort. Das Gebäude verfügt über hoch schalldämmende Fenster, die die Bewohner vor Außengeräuschen besonders gut schützen.
Nachbarschaftliche Kontakte nutzen
Ein großer Vorteil für die Mieter: Der Neubau liegt räumlich direkt an der Seniorenwohnanlage des GWV, die sich hinter dem Gebäude befindet. „Die Mieter des Neubaus können dort den bestehenden Gemeinschaftsraum mitnutzen und an nachbarschaftlichen Aktivitäten teilhaben. Wir möchten nachbarschaftliche Kontakte und das soziale Miteinander fördern. In einer funktionierenden Nachbarschaft fühlt man sich sicher, gut aufgehoben und wohl. Dies zu unterstützen entspricht den klassischen Werten einer Genossenschaft“, erklärt Knibbe. Diese Räumlichkeiten des GWV werden gerne und häufig für gemeinsames Beisammensein verschiedenster Art genutzt.

WIR WOHNEN NICHT, UM ZU WOHNEN,
SONDERN WIR WOHNEN, UM ZU LEBEN.
- Paul Johannes Tillich -