Der Parkdruck ist in Bochum spürbar. Längst möchten auch nicht mehr alle Menschen ein eigenes Auto besitzen. Carsharing schien der Gemeinnützigen Wohnungsverein zu Bochum eG (GWV) da eine sinnvolle Ergänzung zu seinem Wohnungsangebot zu sein. Kontinuierlich erweitert die Wohnungsgenossenschaft die Carsharing-Standorte. Sechs Ladestellen mit insgesamt zwölf Autos stehen allen Bochumer Bürgerinnen und Bürgern in den Quartieren zur Verfügung.
Bereits 2018 richtete der GWV gemeinsam mit dem Kooperationspartner Stadtmobil Rhein-Ruhr die ersten Carsharing-Stationen ein und nahm damit eine Vorreiterrolle in Bochum ein. Nun geht bereits die sechste Station an der Wasserstraße in den Betrieb; die siebte ist in Planung.
Die große Nachfrage zeigt, dass die Idee aufgeht: Die Fahrzeuge werden im Durchschnitt zweimal täglich genutzt und legen rund 1.500 Kilometer im Monat zurück. Damit sind sie erheblich stärker im Einsatz als ein durchschnittlicher privater Pkw. Alle zwölf Stellplätze befinden sich in bestehenden Wohnquartieren des GWV in zentralen Lagen. Die Standorte liegen bewusst an den Quartiersrändern, genauer gesagt an der Christstraße, der Haderslebener Straße, Erbhof, der Eiberger Straße, dem Melschedeweg und nun auch an der Wasserstraße/Kampmannstraße. Quasi direkt vor der Haustür sind die Fahrzeuge für die Menschen in der Umgebung gut sichtbar und optimal erreichbar. Auch am im Bau befindlichen Neubau im Am Dornbusch plant der GWV eine Carsharing-Station.
Mit diesem mobilitätsfreundlichen Angebot möchte die Wohnungsgenossenschaft nicht nur zur Entlastung der Parksituation beitragen, sondern auch das nachhaltige, gemeinschaftliche Mobilitätsverständnis im Sinne der gesamten Stadt stärken.
BU: Partnerschaftlich unterwegs: Micha Heimbucher, technischer Vorstand des GWV, Christian Knibbe, kaufmännischer Vorstand des GWV, sowie Matthias Kall, Geschäftsführer von Stadtmobil Rhein-Ruhr, präsentieren die neue Carsharing-Station im Quartier. Foto: Matthias Duschner