Christstraße erfolgreich saniert: Gemeinsam für ein klimafreundliches Bochum

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Die umfassende energetische Sanierung der Wohngebäude im Karree Christstraße ist abgeschlossen und gilt als Impulsprojekt der Wärmewende in Bochum. Rund 135 Wohnungen der Gemeinnützigen Wohnungsverein zu Bochum eG (GWV eG) wurden in den vergangenen zwei Jahren modernisiert, an das Fernwärmenetz angeschlossen und zu Effizienzhäusern 55 entwickelt. Das Resultat hat Signalwirkung: Es zeigt eindrucksvoll, wie Stadt, Stadtwerke und Wohnungswirtschaft gemeinsam die Wärmewende voranbringen und konkrete Beiträge zur Erreichung der Klimaschutzziele leisten können.

Im Rahmen der Modernisierung wurde das gesamte Karree energetisch auf den Effizienzhaus-Standard 55 gebracht. Dabei greifen drei zentrale Maßnahmen ineinander: eine deutlich verbesserte Gebäudehülle durch gezielte Dämmung, der Anschluss an die immer klimafreundlicher werdende Fernwärme sowie eine moderne Zentralheizung mit effizienter Warmwasserversorgung. Dieses abgestimmte Gesamtkonzept sorgt langfristig für eine sichere, nachhaltige und energieeffiziente Wärmeversorgung.

Neben den ökologischen Effekten profitieren auch die GWV-Mitglieder: Die Modernisierung steigert den Wohnkomfort erheblich, reduziert den Energiebedarf und kann so zur langfristigen Stabilisierung der Nebenkosten beitragen. „Mit dem ersten Impulsprojekt möchten wir auch andere Unternehmen ermutigen, den Schritt hin zur Fernwärme zu gehen“, so die GWV-Vorstände Micha Heimbucher und Christian Knibbe.

Dr. Frank Peper, Geschäftsfeldleiter Wärme bei den Stadtwerken Bochum, ergänzt: „Für das Gelingen der Wärmewende in Bochum ist der Ausbau der Fernwärme ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Entscheidend dafür ist die Nachfrage auf Seiten der Immobilieneigentümer. Uns freut es sehr, dass Stadt, Stadtwerke und GWV mit dem Ergebnis zeigen, wie die Wärmewende partnerschaftlich umgesetzt werden kann.“

„In der Christstraße wird die Wärmewende konkret erlebbar, spürbar und sichtbar für alle. Die umfassende Sanierung und der Anschluss an die Fernwärme sind wichtige Bausteine auf unserem Weg zu einem klimafreundlichen Bochum. Das Resultat dient damit als Vorbild für viele weitere Projekte in unserer Stadt“, fasst Dr. Markus Bradtke, Stadtbaurat, zusammen.

Aufgrund der Modernisierung werden rechnerisch rund 538 Tonnen CO₂ im Jahr eingespart.

Kommunale Wärmeplanung ist Teamwork

Die kommunale Wärmeplanung bietet Immobilieneigentümerinnen und -eigentümern eine wichtige Orientierung. Sie schafft Transparenz über mögliche Versorgungsoptionen und langfristige Entwicklungen der Energieinfrastruktur.

Die Stadt Bochum hat den Prozess der gemeinsamen Erarbeitung der kommunalen Wärmeplanung initiiert, indem sie alle Beteiligten frühzeitig an den Tisch holte. Die Stadtwerke Bochum steuern dabei technisches und energiewirtschaftliches Know-how bei und entwickeln tragfähige Lösungen für eine klimaneutrale Wärmeversorgung. Die Wohnungswirtschaft – in diesem Fall der GWV – steht exemplarisch für die vielen Eigentümerinnen und Eigentümer, die letztlich über die Umsetzung konkreter Maßnahmen und die Wahl des Energieträgers entscheiden. Dieser kooperative Ansatz ist ein zentraler Erfolgsfaktor und kann als Best Practice für eine integrierte, partnerschaftliche Wärmeplanung auf kommunaler Ebene gelten.

Die Gesamtinvestition im Projekt Christstraße betrug rund 10 Millionen Euro und stellt ein klares Bekenntnis zur lokalen Energiewende dar.

BU (v.l.n.r.): Sie freuen sich über die energetische Sanierung des Karrees in der Christstraße: Dr. Frank Peper (Stadtwerke Bochum), die GWV-Vorstände Christian Knibbe und Micha Heimbucher sowie Dr. Markus Bradtke (Stadtbaurat).